Prinz Charles und die Homöopathie-Lobby

Die Zeit hat einen sehr schönen Artikel über den Alternativmedizinforscher Edzard Ernst geschrieben. Der Professor für Alternativmedizin untersucht Heilmethoden wie die Homöopathie mit wissenschaftlichen Mitteln – und in vielen Fällen ernüchternden Ergebnissen. Homöopathie beispielsweise ist nicht besser als jeder andere wirkungslose Placebo, stellt er fest: 

Er rekrutierte drei Homöopathen, um Kinder mit Asthma zu behandeln. 96 Kinder wurden aufgeteilt: Die eine Gruppe sollte ein Placebo bekommen, die andere homöopathische Globuli. Weder die Kinder noch die Eltern oder die Homöopathen wussten, welcher Gruppe ein Kind angehörte. Die Homöopathen verschrieben jedem Kind das Mittel ihrer Wahl, dann faxten sie das Rezept an eine Londoner Apotheke, die Apotheke schickte Globuli und Placebo (nur mit »A« und »B« gekennzeichnet) an den Notar, und dieser händigte – nach Abgleich mit der Liste – eines von beiden den Eltern aus.

Die Studie erfüllte den höchsten Standard der evidenzbasierten Medizin: Sie war »randomisiert«, weil die Kinder per Zufallsgenerator ausgewählt wurden, »placebokontrolliert«, weil sie die Medizin mit der Wirkung eines Placebos verglich, und sie war »doppelblind«, weil weder die Homöopathen noch die Kinder wussten, wer das Placebo und wer die mutmaßliche Medizin schluckte. Das Ergebnis war ernüchternd: Die Globuli wirkten nicht besser als das Placebo.

Quelle: Zeit Online

Mit seiner Forschung machte er sich mächtige Feinde – darunter Homöopathie-Anhänger Prinz Charles.

Mehr: Edzard gegen Charles

Edzard Ernst bei Twitter

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One thought on “Prinz Charles und die Homöopathie-Lobby

  1. Die Studie erfüllte den höchsten Standard der evidenzbasierten Medizin: Sie war »randomisiert«, weil die Kinder per Zufallsgenerator ausgewählt wurden, »placebokontrolliert«, weil sie die Medizin mit der Wirkung eines Placebos verglich,

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