Fußball-WM: Kein Heimspiel für Südafrikas Wirtschaft

 

Für Adidas sind Fußball-Weltmeisterschaften immer Heimspiele. Adidas ist von jeher Sponsor des Weltverbandes FIFA: Präsident Blatter wurde Mitte der siebziger Jahre als damaliger FIFA-Direktor sogar von Adidas bezahlt. Exekutivmitglied Franz Beckenbauer ist seit jeher ein wichtiger Adidas-Werbeträger. Die Firma genießt stets Exklusivrechte, stellt den WM-Ball (über den auch diesmal reichlich gespottet wurde) und rüstet die Schiedsrichter aus. Gegenüber vom FIFA-Hauptquartier hat Adidas eine Ausstellungshalle gemietet und führt dort Legenden wie Eusébio vor. 

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,704259,00.html

Doch die Fifa hat die Straßenhändler nicht nur aus den Stadien verbannen lassen. Jukeka Nkoginathi:

“Sie durften zum Beispiel in 800 Meter Umkreis um die Stadien nichts verkaufen. Der Hintergrund ist, dass nur die Unternehmen, die die Fifa sponsern, das Geschäft machen sollen. Hier in Deutschland haben wir erfahren, dass es bei der WM 2006 in Deutschland genauso war. Zum Beispiel durfte ein lokales Bier vor dem Stadion nicht verkauft werden. Die Fifa hat darauf bestanden, dass ausländisches Bier, dessen Brauerei die WM gesponsert hat, exklusiv vor und im Stadion verkauft wird. Das ist dieselbe Geschichte. Diese Regelung verhindert, dass die Touristen die südafrikanische Kultur kennen lernen. Ihnen wird die Möglichkeit genommen, Südafrika zu schmecken zu hören und zu fühlen.”

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1189474/

 

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
World Cup 2010: Into Africa – Goal Diggers
www.thedailyshow.com
Daily Show Full Episodes Political Humor Tea Party

Update vom 17. Juli:

Der von Joseph Blatter geführte Vermarktungskonzern ist der kommerzielle Sieger der WM. Sein Trick: Dank steuerfreier Gewinne erzielt er Traumrenditen – und die Zeche zahlen Südafrika und die Fußballfans.

Mehr: Handelsblatt Online

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5 thoughts on “Fußball-WM: Kein Heimspiel für Südafrikas Wirtschaft

  1. So viel zum Thema, die Weltmeisterschaft wäre eine Chance für Südafrikas Wirtschaft.
    Eigentlich war es ja fast zu erwarten. So ein millionenschweres Unternehmen lässt sich keine Chance entgehen, irgendwo noch mehr Geschäfte zu machen. Da stecken einfach “zu viele” kluge Leute dahinter, was ja nicht unbedingt schlecht ist, aber trotzdem erscheint es irgendwie als unlogisch, weil ja eigentlich Südafrika Gastgeber ist, nich die Fifa.

  2. Die Daily Show hat diesen Umstand kürzlich komödiantisch dargestellt: http://www.thedailyshow.com/watch/thu-june-24-2010/world-cup-2010–into-africa—goal-diggers Tjaja, so schön die Spiele auch anzusehen sind, hinter den Kulissen ist und bleibt es dreckig.

  3. Danke sw23, ich habe das Video noch hinzugefügt.

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