Der Finanzkapitalismus rettet Afrika

Wie ich an dieser Stelle bereits ausführte, ist das weltweite Vermögen in den vergangenen Jahrzehnten rasant gewachsen. Der Trend wird angesichts des globalen Wachstums langfristig anhalten, die Finanzkrise hat der langfristigen Entwicklung aller Voraussicht nach nur einen Dämpfer versetzt. Die Anleger suchen weiter nach Anlagemöglichkeiten mit hohen Renditechancen – die es in den gesättigten Volkswirtschaften der westlichen Welt immer weniger gibt.

Als Konsequenz sind Schwellenländer-Fonds derzeit angesagt, vor allem China, Brasilien und Indien glänzen durch teilweise zweistellige Wachstumsraten. Doch irgendwann werden auch diese Volkswirtschaften ihren Hunger nach Kapital gestillt haben – und bis dahin sind die globalen renditesuchenden Anlagevermögen noch weiter gewachsen.

Schon jetzt setzt daher eine immer größere Zahl von Schwellenländer-Fonds auf den “vergessenen Kontinent”, wie die FAZ berichtet. Den renditeorientierten Anlegern bleibt mittelfristig auch gar nichts anderes übrig, als in jene Wirtschaftsräume zu investieren, die aufgrund ihrer bisherigen Unterentwicklung noch Wachstumspotential haben. Einzig dauerhafte politische Instabiltäten können jetzt noch einen langfristigen finanzmarktgetriebenen massiven Kapitalimport Afrikas verhindern.

“Die Armut in Afrika geht zurück, und zwar auffallend rasch”, lautet das Fazit einer Studie der beiden Ökonomen Maxim Pinkovskiy und Xavier Sala-i-Martin vom Januar dieses Jahres. “Das rasche Wachstum, das 1995 einsetzte, reduzierte auch die Ungleichheit, anstatt sie zu vergrößern.” Sogar die politische Unsicherheit auf dem Kontinent nimmt ab, stellte die OECD in ihrem jüngsten Wirtschaftsbericht über Afrika fest. Demnach gingen die Vorfälle aufgrund innenpolitischer Konflikte und Spannungen zwischen 2004 und 2008 um ein Drittel zurück.

Quelle: FAZ.Net

 

Advertisements

2 thoughts on “Der Finanzkapitalismus rettet Afrika

  1. Man würde Chancen vertun, wenn man nicht auch in günstige Länder investiert, die ein Wachstumspotential zeigen. Man muss ja nicht gleich mit großen finanziellen Mitteln einsteigen. Man kann aber später weiter aufdrehen, wenn man zumindest schon einmal Fuß gefasst hat. Und Aktiengesellschaften halten das Risiko gering. 😉

  2. Ist eine Sichtweise der Sache – die eher (finanz-)marktorientierte … wie wäre es mit einer anderen, Döner?
    Geld fließt nur dorthin, wo es wirklich sehr schnell sehr viel mehr wird … und das ist definitiv keine Massenveranstaltung, sondern eine sehr exklusive Angelegenheit 😉

Comments are closed.