Was soziale Netzwerke mit Autos zu tun haben

Anfang des 20. Jahrhunderts sind hunderte Autohersteller in den USA wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wie in fast jeder neuen Industrie machte sich schnell eine Goldgräberstimmung breit. Wenige Jahrzehnte später waren so gut wie alle pleite – nur einige Große überlebten. Wer aus dem Massensterben der Automobilhersteller im 20. Jahrhundert das Ende des Automobils abgeleitet hätte, wäre zu recht verspottet worden. Der Branche wurde nur das Schicksal jedes neuartigen Wirtschaftszweiges zuteil: Sie konsolidierte sich.

Ganz ähnlich funktioniert das auch mit den sozialen Netzwerken, die in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. So will AOL das teuer gekaufte Bebo schließen oder verkaufen.

Nun schließt Handelsblatt-Medienjournalist Hans-Peter Siebenhaar aus dem Sterben einzelner Plattformen gleich auf das Sterben der sozialen Netzwerke insgesamt (“Das Sterben sozialer Netzwerke hat begonnen”, nur im Print). Dabei wachsen die Platzhirsche – allen voran Facebook – kräftig weiter. Als Paradebeispiel führt Siebenhaar “Second Life” an – ausgerechnet das technisch schlechte Produkt, das außerhalb einer kleinen Riege von Journalisten und Konzernvorständen ohne dem Hauch einer Ahnung vom Internet nie irgendwen interessiert hat. Selbst zu Spitzenzeiten waren gerade einmal 40.000 Nutzer auf Second Life online – bei Facebook sind mehr als 400 Millionen aktiv.

Facebook wird es auch in 100 Jahren noch geben. Bei Ford ist das schon weniger sicher.

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9 thoughts on “Was soziale Netzwerke mit Autos zu tun haben

  1. Bei den 100 Jahren bin ich mir nicht sicher. Ich werd es allerdings auch nicht überprüfen können…

  2. Kein Wunder, daß das nur im Print erscheint. Die drei verbliebenen Leser werden sich über einen Schlag ins Gesicht des Internets freuen.

  3. hier ist eine umfrage zu sozialen netzwerken, wäre nett wenn ihr daran teilnehmt
    http://albers.bbs-haarentor.de/befragung/foi_politik.htm

  4. http://www.internetworld.de/Nachrichten/Unternehmen/Facebook-braucht-100-Millionen-US-Dollar-zur-Schuldenfinanzierung
    Im Gegensatz zu Ford ist Facebook bei weitem nicht proftiabel und strebt nach Monetarisierung. Eines der wichtigsten Themen für Zukunftssicherheit im Web 2.0. Heute stellt sich im Vergleich zu klassischen Geschäftsmodellen weniger die Frage des Break Even anstatt des Monetarisierungskonzeptes. Hier holt Facebook kräftig auf, denn es geht um die Monetarisierung (die Nutzung) der Nutzerdaten und solange die Internetnutzer wie die Lemminge ins Tal stürzen und sich nicht über die Bedeutung und die Verwendung der ihrer Daten im Internet Gedanken machen wird auch der Monetarisierung nichts im Wege stehen. Insofern hat Facebook und andere Netzwerke sicherlich Erfolg.
    Ob es Facebook in der Form und unter Anbetracht der technischen Entwicklung im Internet noch in 100 Jahren geben wird wage ich zu bezweifeln, da es in der Branche schon schwierig ist überhaupt 5-10 Jahre vorherzusagen. Das Internet entwickelt sich selbständig durch die User. Wo der Weg hingehen wird ist von zahlreichen, unterschiedlichen Faktoren abhängig und sicherlich nicht so leicht zu prognostizieren, wie am Beispiel Henry Ford, der sich noch mit einfachen, pragmatischen und logisch abzuleitenden Techniken respektive Automatisierungen beschäftigt hat. Und selbst Modelle von Henry Ford haben sich langfristig als nicht praktikabel dargestellt. Ansonsten würden wir heute nicht über Job Enrichment / Rotation und Teamarbeit diskutieren, denn die Motivation des Mitarbeiters respektive die Rendite des Humankapitals hat Ford nur in Zahlen gesehen. Das ist einer seiner Fehler.
    Facebook ist nicht die eierlegende Wollmilchsau. Es geht um den Verkauf von Nutzerdaten (unmittelbar) oder mittelbar die Nutzung dieser durch Werbetreibende. Payback, Facebook, Google & Co. sammeln, denn Informationen bedeuten Macht, Geld und Erfolg.
    Vielleicht etwas kritischer darüber nachdenken / schreiben.

  5. Media Addicted

    Die Zahlen zu Second Life stimmen nicht, zumal auch Äpfel mit Birnen verglichen werden. Die 400 Millionen FB-User sind wohl kaum concurrent, die angesprochenen 40.000 SL-User aber schon.

    Und 100 weitere Jahre für Facebook? Möchte ich mal bezweifeln…

  6. Manchmal denken die Menschen ein wenig mehr als einer der Vertrauensstellung. Denn dann können Sie weitere Dinge zu teilen. Dreidel

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