Ist der Dow-Jones-Index veraltet?

Wall Street

Die NYSE in der New Yorker Wall Street. Foto: shadowmancer. Bestimmte Reche vorbehalten.

Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste und wohl einflussreichste Börsenindex der Welt. Nach ihm richten sich die Börsen der Welt, schlechte oder gute Vorgaben aus den USA beziehen sich fast immer auf das Börsenbarometer des Dows. Zu recht?

Es gibt vieles was dagegen spricht. Seine Bedeutung besitzt der Dow auch heute vor allem aus historischen Gründen. 1986 begann Charles Dow, der Gründer des Wall Street Journal und des Unternehmens Dow Jones, die Schlusskursstände der Aktien von zwei Industrieunternehmen und neun Eisenbahngesellschaften der USA, die an der New York Stock Exchange gehandelt wurde, zu notieren und dividierte sie durch elf.

Bis heute hat sich an Zusammenstellung und Berechnung des Dow-Jones-Index nichts wesentliches getan. Noch immer scheidet der Chefredakteur des Wall Street Journals gemeinsam mit einem kleinen Komittee über die Zusammensetzung des Index. Noch immer geschicht dies ohne nachvollziehbare Regeln, unangekündigt und instransparent.

Anders als beispielsweise der deutsche Leitindex DAX, ist der Dow auch nach wie vor kein Performance-, sondern ein reiner Kursindex. Das bedeutet: Dividendenerlöse und sonstige Erträge aus Aktien wie Bezugsrechtserlöse werden nicht miteinberechnet. Zahlt ein Unternehmen eine Dividende, sackt der Wert der Aktie naturgemäß um den pro Aktie bezahlten Betrag ab – schließlich ist das Geld ja nun nicht mehr im Unternehmen, sondern bei den Inhabern. Diesen nach Diviendenzahlungen zu beobachtenden Kurseinbruch nennt man Dividendenabschlag. Performanceindizes wie der DAX gehen bei der Berechnung des Index davon aus, dass alle Aktienerlöse automatisch wieder in Aktien des Unternehmens investiert werden. Dadurch ergibt sich ein realistischere Wertentwicklung von Aktien.

Zu guter letzter wird im noch immer jeder Wert im Dow gleich gewichtet. Egal, ob es sich dabei um ein Börsenschwergewicht wie IBM oder um Aktien, die von General Motors oder der Citibank handelt, die zeitweise zu Pennystocks wurden.

Das heißt, je Dollar Kursverlust verliert der Dow acht Punkte. Wenn die GM-Aktie also etwa um einen Dollar und damit 50 Prozent fallen würde, hätte das den gleichen Effekt wie der Kursverlust der derzeit mit rund 84 Dollar optisch teuersten Aktie, IBM, um einen Dollar oder 1,1 Prozent.

Quelle: Handelsblatt.com

Auch die USA haben übrigens einen modernen Index: Den von Standard & Poor’s eingeführen S&P 500.

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Was uns die US-Autokrise auch noch lehrt

Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe (Blog: Weitwinkel) widmet mit sich in einem interessanten Essay über den Kapitalismus – und wie man ihn retten kann: Den Kapitalismus neu definieren. Damit reiht er sich ein in die lange Liste von Wirtschafts-Medizinern, die sich derzeit um das Patientenbett der Weltwirtschaft drängen und mal mehr oder weniger hilfreiche Vorschläge zur Genesung vortragen.

Selten aber hat jemand die vielen ordoliberalen Lügen der zum Glück vergangenen Sabine-Christiansen-Ära in Deutschland so präzise und kompakt beschrieben. Vieles Wichtige wird angesprochen, u.a. die Bedeutung staatlicher Stabilität für einen funktionierenen Markt und die ausgeglichene Einkommens- und Vermögensverteilung.

Statt über steigende Einkommen für größere Kaufkraft zu sorgen, wurde in den USA über die Immobilien-Blase Eigentum geschaffen, das wiederum als Pfand genutzt wurde, Kredite aufzunehmen – und so kam über diesen Umverteilungsmechanismus durch die Hintertür die steigende Kaufkraft zustande, die der Kapitalismus in den USA als Schmieröl benötigte. Siehe dazu auch: Finanzkrise = Eigentumskrise?

Einen Aspekt fand ich in seinem Essay, der mir neu war und den ich sehr interessant finde: Ein Staat, in dem Sozial- und Gesundheitssystem wie die USA privatisiert sind, leidet unter extremen Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Branchen. Das ist aus ökonomischer Sicht zwar weniger tragisch als eine Wettbewerbsverzerrung innerhalb von Branchen, banachteiligt die einheimische Autoindustrie aber beispielsweise deutlich gegenüber Importen:

Die USA haben in jüngster Zeit noch ein zweites historisches Beispiel dafür geliefert, dass der Kapitalismus mit Sozialstaat besser funktioniert als ohne. Die drei großen Autokonzerne in Detroit – GM, Ford und Chrysler – haben über Jahre hinweg ihre Belegschaft abgebaut. Geblieben ist ihnen eine gewaltige Soziallast. Denn in den USA hängen Altersvorsorge und Krankenversicherung sehr vom einzelnen Arbeitgeber ab, weil der Sozialstaat nur ein dürftiges Niveau hat. Die Folge ist eine, abhängig von der jeweiligen Vorgeschichte, völlig ungleichgewichtige Belastung der Unternehmen. Der Nahezu-Bankrott der US-Autokonzerne ist daher der Offenbarungseid eines unausgewogenen Sozialsystems. Der Staat sollte sich um das kümmern, was er besser kann als Unternehmen.

Keynes Comeback Tour 2009

John Maynard Keynes ist wieder in aller Munde. Erst gestern wiederholte Wirtschafts-Nobelpreisträger Jospeh Stiglitz eine alte Kernforderung des berühmten britischen Ökonomen: Die Einführung einer weltweiiten Reservewährung neben dem Dollar.

Selbst das – von den beiden exzellenten Ökonomie-Autoren Olaf Storbeck und Norbert Häring abgesehen – traditionell eher neoklassische Handelsblatt widmet Keynes eine neue ökonomische Serie, die zunächst den Lebensweg des großen Ökonomen nachzeichnet.

Dazu präsentiert das Handelsblatt auch einen Schnelldurchlauf durch die ökonomische Geistesgeschichte, der als interaktive Flash-Infografik online ist. Als neue Synthese aus Keynsianismus und neoklassischer Kritik daran werden dort Ökonomen wie Jordi Galí, Michael Woodford, Gregory Mankiw und Oliver Blachard genannt. Was diese Ökonomen meiner Auffassung nach richtig erkannt haben, ist die Fragwürdigkeit der Effizienzmarkthypothese.

Der wohl bekannteste Kritiker an dieser These wird jedoch nicht erwähnt: George A. Akerlof. Von ihm stammt das wohl berühmteste Beispiel für einen ineffizienten Markt, in Deutschland unter dem Namen Saure-Gurken-Problem bekannt:

Da Käufer oft ein Gut nur schwer beurteilen können, werden sie im Durchschnitt weniger zahlen, als sie zahlen würden, wenn es nur gute Güter gäbe – sie stellen sich darauf ein, eine „saure Gurke“ zu erwischen. So werden langsam die Anbieter mit hoher Qualität und hohem Preis verdrängt, weil niemand bei ihnen kauft. Es werden anteilig mehr „saure Gurken“. Die Beseitigung der sog. Informationsasymmetrie ist eine Lösung.

Quelle: Wikipedia

International ist das Beispiel unter dem Begriff “The Market for Lemons” bekannt und es geht dabei um Gebrauchtwagen (gebrauchte Autos von schlechter Qualität werden in den USA umgangssprachlich als “Lemons” bezeichnet).

Akerlofs Kritik am neoklassischen Modell geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. Während Blachard und Co das (neo)klassische Menschenbild des Homo oeconomicus – also des nutzenmaximierenden, rationalen Wirtschaftakteurs – akzeptieren, haben Akerlof und sein Kollege Robert Shiller (“Animal Spirits“) gerade an dieser Stelle Zweifel an der klassischen Schule der Ökonomie. Sie machen diese – aus ihrer Sicht – falsche Annahme für die derzeitige Krise entscheidend mitverantwortlich.

Für sie spielt – genau wie für den nun wieder stark diskutieren Neokeynsianer Hyman Minsky – die menschliche Psychologie eine entscheidende Rolle, um makroökonomische Vorgänge erklären zu können. Selbst die modernen Keynsianer haben diesen Teil der keynsianischen Theorie meist unter den Tisch fallen lassen. Wie gerade aber die Bedeutung des Finanzmarktes in dieser Krise zeigt,  meiner Meinung nach, zu unrecht.

Update: Dass Galí, Woodford, Mankiw und Blachard dem Homo-Oeconomicus-Modell anhängen, habe ich der schmatischen Darstellung des Handelsblatts entnommen. Das kann jedoch zumindest für Blachard bezweifel werden:

Oliver Blanchard interpretiert die Rezession von 1990/91 in den Vereinigten Staaten (die zweilen wegen der wichtigen Rolle der Ölpreissteigerungen im Zuge des Einmarschs Saddam Husseins in Kuwait als Kuwait-Rezession bezeichnet wird) ausgehend von diesem Grundgedanken. Er ist überzeugt davon, dass der Vertrauensindex auf genau einen solchen Zusammenhang hindeutet. Er fand nämlich heraus, dass im Vorfeld der Rezession der Michigan-Consumer-Confidence-Index sehr weit ausschlug. Dieser Ausschlag ist durch keine sonstigen Faktoren erklärbar, und Blanchard führt ihn auf eine Welle von Pessimismus zurück, die nach der Invasion Kuwaits einsetzte. Der mit dem Stimmungsumwschwung verbundene Vertrauensverlust schlug sich in der Folge in einer signifikanten Minderung der Konsumausgaben nieder.

Akerlof, Shiller: Animal Spirits, 2009

AIG: Der falsche Zorn

Populismus hat immer Konjunktur – insbesondere in Krisenzeiten. Der US-Versicher AIG wurde mit Steuergeld gerettet. Das hat einen guten Grund: Der größte internationale Versicherer überhaupt ist eng mit der weltweiten Finanzwirtschaft verflochten, wohl kein Versicherungsinstitut weltweit, hat so viele instituitionelle Kunden. Ein zweiter Finanz-Tsunami wie nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers wollten die USA in diesem Fall verhindern.

Nun kommt AIG nach der Rettung natürlich seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden nach – selbstverständlich auch gegenüber ausländischen Banken wie Société Générale (Frankreich), Deutsche Bank, Barclays (Großbritannien) und UBS (Schweiz).

Ein immer größerer Teil der US-Öffentlichkeit ist empört: “Unser Steuergeld fließt ausländische Banken?“, hört man dort allerorten. “Ja, natürlich!”, bin ich geneigt zu entgegen. Es war ja gerade der Sinn der Rettungsaktion, eine weitere Kettenreaktion von Abschreibungen zu verhindern. Mal davon abgesehen, dass eine Nichterfüllung vertraglicher Pflichten AIGs nicht nur illegal, sondern auch höchst geschäftsschädigend für künftige Geschäfte des Versichers sein dürfte.

Journalismus an der Schmerzgrenze

Vorneweg: Ich schätze Spiegel Online. Wenn es um aktuelle newstickerartige Informationen geht, kenne ich keine bessere deutschsprachige Seite. Heute aber hat sich der Online-Auftritt des Spiegels etwas geleistet, was mich ratlos und entgeistert zurücklässt.

Versetzen wir uns für einen Moment in die Rolle eine Spiegel-Online-Journalisten. Da läuft den Tag über so einiges an Themen ein über die Agenturen. Vieles davon beschäftigt sich natürlich nach wie vor mit dem Amoklauf von Winnenden. Nur wurde dazu schon so ziemlich alles, was man an journalistisch relevanten Informationen schreiben konnte, längst geschrieben – und leider noch viel mehr. Trotzdem, das Thema wird geklickt. Also soll ein neuer “Dreh” her.

Ich habe mich von Anfang an gefragt, warum so viele Medien überhaupt die Tatsache erwähnten, dass auf dem Rechner des Täters auch 200 Pornobilder gefunden wurden. Was soll mir das sagen? Dass ein derart unterdurschnittlicher Porno-Konsum gefährlich ist?

Der Redakteur jedenfalls scheint das selbst heute noch interessant zu finden, wo ich das doch schon gestern und vorgestern und vorvorgestern überall lesen musste. Nur einen ganzen Artikel lässt sich mit dieser Tatsache textlich natürlich nicht füllen. Also versucht man die Verbindung zu einem anderen aktuellen Thema. Und das liest sich dann so:

Nach Erkenntnissen der Ermittler habe er am Vorabend des Massakers um 19.30 Uhr das Spiel gestartet und um 21.40 Uhr seinen Computer abgeschaltet. In dem Spiel geht es darum, in einem fiktiven Land einen Waffenhändler auszuschalten. Auch die Killerspiele “Counter-Strike” und “Tactical Ops” – auch dies [sic!] Spiel hat keine Jugendfreigabe – wurden nach Informationen des SPIEGEL auf dem Rechner gefunden, ebenso Pornobilder, Fotos gefesselter, nackter Frauen.

Zypries sieht Von-der-Leyen-Vorstoß skeptisch

Um den Zugang zu kinderpornografischen Internet-Seiten zu erschweren, plant Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) Sperrvereinbarungen zwischen Internet-Providern und dem Bundeskriminalamt.

Quelle: Spiegel.de

Mal abgesehen von der unkritischen Verwendung des Kampfbegriffs “Killerspiel”, dem grauenhaften Bandwurmsatz und dem Rechtschreibfehler: Nein, ich habe den Artikel an dieser Stelle nicht gekürzt. Das steht da so. Von harmlosen Bondage-Bildern gehts gleich straight Richtung Kinderpornographie. Laut Fefes Blog stand dort ursprünlich sogar:

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant deshalb [Hervorhebung von mir], den Zugang zu kinderpornografischen Internet-Seiten durch Sperrvereinbarungen zwischen Internet-Providern und dem Bundeskriminalamt zu erschweren.

Man hätte an der Stelle auch schreiben können:

Bundeswirtschaftsminister Theodor zu Guttenberg (CSU) plant deshalb, die Abwrackprämie zu verlängern und erhofft sich dadurch weitere konjunkturelle Impulse.

Das hätte in etwa ähnlich viel mit dem Einstieg des Artikels zu tun gehabt.

Killerspiele

Wie nach jeder Amoktat wird auch dieses Mal wieder reflexartig ein Verbot von sogenannten “Killerspielen” gefordert, die von Millionen Deutschen, insbesondere männlichen Jugendlichen, gespielt werden. Die selbsternannten Experten beschäftigen sich jedoch in den wenigsten Fällen wissenschaftlich mit den möglichen Auswirkungen solcher Spiele auf die Gewaltbereitschaft.

Dr. Astrid Zipfel (Uni Düsseldorf) beschäftigt sich seit Jahren mit Mediengewalt, auch den besagten “Killerspielen”. Sie hat u.a. eine Reihe von Studien und Meta-Studien (Studien über bereits angestellte Studien) ausgewertet. Für RP Online habe ich sie interviewt.  Ich will hier mal die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen:

1. Es gibt offenbar einen, wenn auch geringen, Zusammenhang zwischen violenten Medieninhalten und Gewaltbereitschaft
2. Bei Computerspiele ist dieser Zusammenhang aber nicht größer als bei anderen Medien, z.B. Filmen
3. Auch macht es offenbar keinen Unterschied, ob es sich um einen Ego-Shooter oder ein anderen violentes Spiel handelt
4. Sie spricht sich deutlich gegen ein Verbot aus

Alles zum Nachlesen: Medien-Expertin hält Verbot von Killerspielen für nutzlos

Die HRE und der sogenannte Marktpreis

Angela Merkel will bei der geplanten Enteignung des angeschlagenen Immobilienfianzierer Hypo Real Estate (HRE) Marktpreise an die Aktionäre zahlen, sagte sie gegenüber dem Deutschlandfunk. Großaktionär J.C. Flowers verlangt deutlich mehr. Merkel ist damit schon mal weiter als in der ökonomischen Fragen nur noch als grenzdebil zu bezeichnende Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg.

Aber selbst der Marktpreis von derzeit rund 90 Cent pro Aktie wären meines Erachtens noch 90 Cent zu viel. Im Grunde ist die HRE längst pleite, ohne die staatlichen Unterstützungen und Garantien über 102 Milliarden Euro wäre die Bank schon abgewickelt worden und HRE-Aktien genausoviel wert wie die von Lehman Brothers, nämlich gar nichts.

Einen echten Marktpreis gibt es damit schon lange nicht mehr. In den derzeitigen Marktpreis sind nicht nur die bereits geleisteten staatlichen Garantien eingepreist, sondern auch die Selbstverpflichtung der EU-Länder, keine systemisch wichtige Bank pleite gehen zu lassen – koste es, was es wolle.

Wenn jetzt also die HRE-Aktionäre bei der dringend notwendigen Enteignung entschädigt werden, hat das mit freier Marktwirtschaft wenig zu tun. Die Aktionäre haben es versäumt, ihr Eigentum zu schützen. Sie haben es versäumt, über den Aufsichtrat dafür zu sorgen, dass ihr Institut überlensfähig bleibt. Der Staat musste einspringen, um in einer gefährlichen Finanzkrise systemische Risiken abzuwenden.

Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe merkt dazu an:

Stellen Sie sich vor, sie seien Aktionär einer bankrottreifen Bank und bekommen Post von der Finanzaufsicht: „Sehr geehrter Herr XY, wir fordern Sie hiermit auf, zusammen mit den anderen Aktionären der YZ-Bank bis zum 15.3.2009 nachzuweisen, dass die Bank über eine aufsichtsrechtliche Kernkapitalquote von mindestens XYZ Prozent verfügt.

Sollte dieser Nachweis nicht erbracht werden, gehen die Aktien automatisch in Staatsbesitz über, um einen Zusammenbruch der Bank mit unakzeptablen Folgen für das gesamte Finanzsystem zu verhindern.“

Quelle: Weitwinkel

So könnte Enteignung nämlich auch aussehen – und das wäre meines Erachtens sehr viel fairer. Derzeit muss der Steuerzahler erst dafür sorgen, dass die Bank am Leben erhalten wird. Er sorgt somit zwangweise für einen Restwert der Aktien, für die der Staat dann nochmals zahlen soll, um Kontrolle über die Bank zu erhalten.

Der Vorteil eines derart offensiven Vorgehens wäre: Die privaten Aktionäre hätten die Wahl und damit auch den Schwarzen Peter. Nicht der Staat entschiede, ob er eine Bank verstaatlichte, sondern die Aktionäre träfen die Entscheidung, ob sie die Bank selbst retten oder dem Staat überlassen wollten.

Quelle: Weitwinkel