Googles Zukunftsutopie

Wenn ich den Suchmaschinenriese Google für irgendwas bewundere, dann wie konsequent das Unternehmen eine Utopie verfolgt: Die Verfügbarmachung von allem menschlichen Wissen online für jeden – konsequent. Klar, birgt das Risiken. Aber für mich es zunächst mal eine positive Utopie, ein alter, humanistischer Menschheitstraum.

Seit der Gründung des Unternehmens sichert Google Wissen und macht es kostenlos allen verfügbar – egal, ob es sich um historisch wertvolle Usenet-Archive, historische Bücher oder die Erfassung ganzer Straßenzüge. Mich fasziniert immer wieder wie konsequent das Unternehmen dabei vorgeht, wirklich sämtliches Off- wie Onlinewissen erfassen, archivieren und online jedem zugänglich zu machen.

Googles nächster Coup kündigte das Unternehmen auf der Techcrunch50 an: Der Konzern will sämtliche Zeitungen der Welt im einscannen und im Originallayout online jedem zugänglich machen. “Alle Zeitungen. Der Welt. In Original-Optik. Volltext durchsuchbar. Online.” schreibt Thomas Knüwer zu Recht, um die Dimension dieses Unterfangens deutlich zu machen.

 

Google-Vize Marissa Mayer über Googles Digitalisierungspläne

Ich als jemand, der mal mehrere Wochen vor einem Mikrofilmprojekter an der Uni verbracht hat, um Todesanzeigen in FAZ und Rheinischer Post auszuwerten, kann alleine kaum begreifen, welchen Fortschritt das für die Wissenschaft bedeutet.

Und wie reagiert die deutsche Zeitungslandschaft auf das Projekt? Die Kulturpessimisten von der FAZ sind mal wieder erbost: “Der nächste Schritt, mit dem sich der Suchmaschinenkonzern Google zum Monopolisten des Weltwissens und der Bewusstseinsindustrie aufschwingttönt es aus dem Leitmedium des deutschen Konservatismus.

Geradezu lächerlich wird es, wenn die FAZ behauptet “alles, was sie und ihre beruflichen Vorväter jemals zu Papier gebracht haben“,  verschwändeunter dem Dach des Google News Archive“. Vielmehr kann kann dieses Wissen bisher als verschollen gelten – denn wer macht sich schon die Mühe, uralte Archive von Zeitungen am anderen Ende der Welt zu ausfindig zu machen und zu durchforsten?

Nun hoffe ich nur noch, dass sich die Verlage diesem historischen Unterfangen nicht in den Weg stellen.

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7 thoughts on “Googles Zukunftsutopie

  1. Es mag ein Menschheitstraum sein alles Wissen allen zugänglich zu machen. Doch kann man im Fall von Google von wirklicher Zugänglichkeit reden? Der vermeintliche Versuch einen solchen Traum zu erfüllen kann nämlich auch leicht in einer Dystopie enden.
    Google ist ein Unternehmen und keine karitative Stiftung. Das gefährliche ist das Monopol, alles Wissen in der Hand eines Interessensvertreters. Dein Artikel spiegelt gut das mangelnde Bewusstsein der breiten Bevölkerung für die Wichtigkeit von Lizenzen und Nutzungsrechten im Informationszeitalter wider.Theoretisch kann Google jederzeit Wissen einschränken, Privilegien gewähren und damit manipulieren. Bereits geringe Effekte haben angesichts des globalen Zugriffs enorme Auswirkungen. Die Auswirkungen auf die Forschung hebst du ja selbst hervor, doch betrachte das ganze mal unter einem anderen Vorzeichen. Dass ein Unternehmen niemals nur zu den “Guten” gehören kann, wird uns in China tagtäglich vor Augen geführt.Wenn man sich die Entwicklung ansieht haben im Internet führende Printmedien wie z.B. Spiegel-Online dazugelernt. Nach einem kostenpflichtigem Zugang hat der Verlag sein Archiv für alle geöffnet, wieso sollten da in Zukunft nicht andere nachziehen? Unabhängig voneinander verlegte Presse muss auch weiterhin unabhängig voneinander zugänglich sein, sonst kann man gleich nur noch einen Verlag schreiben lassen.Das Modell eines fairen zentralen Vertreibers von Wissen kann ich mir höchstens in Form einer gemeinnützigen Organisation mit einem strengen Verhaltenskodex vorstellen. Aber das wird nicht geschehen so lange Wissen nur als ein Handelsgut angesehen wird, dass der Gewinnmaximierung unterliegt.Schönen Gruß.

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