Nachrichtenrundumschlag

Die vergangenen Woche ist wieder einiges passiert: Google macht sich und anderen die komperativen Kostenvorteile des Open-Source-Modells zu nutze, Bundespräsident Köhler kritisiert die Schattenseiten der Globalisierung, die schönsten Verschwörungstheorien zu den kalifornischen Waldbränden – und mehr.

Googles offene Handy-Plattform

Über den effizienzfördenden Nutzen des Open-Source-Modells für die Wirtschaft bin ich bereits im meinem alten Blog ausführlich eingegangen. Damals schrieb ich:

Bei nichtmatriellen Gütern wie Wissen und Software, setzt sich vermehrt ein Mischsystem aus Kooperation und Konkurrenz durch. Große Teile der Wirtschaft setzten inzwischen auf Open-Source-Software wie Linux, Apache und MySQL.

Der Vorteil: Niemand muss das Rad neu erfinden, doppelte und an sich unnütze Mehrarbeit bleibt erspart. Konkurriert wird um Support, nicht mehr um das Anbieten der Software-Lizenz. Die kooperativ ausgerichtete GNU General Public License schreibt jedem Nutzer jediglich vor, Änderungen am Quellcode ebenfalls wiederum der Allgemeinheit zugänglich zu machen. […] Das kooperative Modell ist im Bereich nichtmatrieller Güter effizienter als das des konkurrienden Markts.

Genau dieses Prinzip macht sich nun Google mit der neuen Linux-basierten Handyplattform Android zu nutze – und davon profitieren alle außer die Anbieter proprietärer Systeme wie Apple und Microsoft. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass der PC einen langsamen Tod stirbt dürften ihre Gewinnmargen in Zukunft sinken: Die Zukunft der Kommunikation liegt in mobilen Geräten – und die dürfte nicht zuletzt dank Google weitgehend offen sein.

Auch für Laptops und andere mobile Geräte gilt: Je preiswerter die Hardware wird, desto schwieriger wird es für Microsoft die hohen Lizenzgebühren des Windows-Betriebssystems zu rechtfertigen. Die neuen Subnotebooks von Asus für 300 Euro werden beispielsweise standardmäßig mit einer angepassten Variante von Xandros Linux ausgeliefert. Microsoft hat die Gefahr bereits erkannt und betreibt offenbar heftige “Lobbyarbeit”.

Der rote Köhler

Bundespräsident Köhler warnt in einer Grundsatzrede vor Finanzmärkten, die außer Kontrolle geraten. “Die internationalen Finanzmärkte habe sich in einem Maße verselbstständigt, die Sorge machen muss”, erklärte er. Als Antwort auf oft wechselnde Berufe, gering steigende Löhne bei rasant wachsenden Unternehmensgewinnen verlangte er “Ertrags- und Unternehmensbeteiligung in Arbeitnehmerhand”. Man ist versucht dem ehemaligen IWF-Chef mit Goethe zu antworten.

Wer ist schuld an Kaliforniens Waldbränden?

In Zeiten ideologischer Grabenkämpfe passieren Naturkatastrophen nicht mehr einfach so. Fragt man Al Gore und seine Anhänger, ist der Klimawandel schuld und Fox News will Terroristen ausgemacht haben, welche die Feuer legten. Die schönste Verschwörungstehorie hat aber die Welt: Die Amerikaner haben ihre Wälder selbst angezündet. Den Preis für die schönste Blamage geht in diesem Zusammenhang an Bushs FEMA. Die seit Katrina stark kritisierte Katastrophenschutzbehörde hat mal eben eine ganze Pressekonferenz gefaked.

Chinas Aufstieg

Weißt du wie Chinas Staatschef heißt? Und für die, die jetzt mit Ja antworten: Wusstet ihr das auch schon vor Merkels China-Reise? Es wird Zeit, sich solche Dinge zu merken: Chinas Aufstieg geht in rasantem Tempo weiter. Seit vergangener Woche stammen fünf der zehn größten Firmen der Welt aus China, zumindest wenn man die Marktkapitalisierung der Konzerne zum Maßstab nimmt. Auch das wertvollste Unternehmen der Welt hat seinen Sitz in China: Das Staatsunternehmen PetroChina ist gerade an die Börse gegangen. Einen ebenfalls fulminanten Börsenstart legte die Internetgesellschaft Alibaba.com vor:

Die Aktie von Alibaba.com beendete die Morgensitzung bei 35,75 Hongkong-Dollar – ein Plus von 165 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 13,50 Hongkong-Dollar. Mit seinem erfolgreichen Start hat die Gesellschaft den weltweit zweitgrößten Börsengang eines Internet-Unternehmens seit Google im Jahr 2004 besiegelt.

Und das größte Riesenrad der Welt, wollen die Chinesen auch noch bauen.

Dollar weiter auf dem Weg nach unten

Zur Dollarschwäche muss ich ja eigentlich nichts mehr schreiben. Natürlich ging es auch in den vergangenen Wochen wieder abwärts, der Euro hat ein neues Allzeithoch gegenüber dem US-Dollar erreicht und selbst Supermodel Gisele Bündchen verschmäht inzwischen die weiche Währung. Ein kandadischer Dollar ist zurzeit übrigens über 1,06 US-Dollar wert.

Neues vom Abmahnanwalt

Günter Freiherr von Gravenreuth zeigt sich uneinsichtig. Eine Ende des Abmahnwahns ist trotz der Verurteilung aber leider nicht in Sicht, fürchten Verbraucherschützer. Man lasse sich davon aber nicht die Laune beim Lesen des Urteils gegen Gravenreuth im Wortlaut verderben. Erquickende Lektüre! 😉

Das Energiekartell

Das Energiekartell in Deutschland
Das Energiekartell in Deutschland. Bildquelle: Wikipedia

Bei Strom und Gas gibt es keinen funktionierenden Wettbewerb in Deutschland. Das ist aufgrund der monopolartigen Strukturen eigentlich eine Binsenweisheit, inzwischen aber auch zum Bundeskartellamt vorgedrungen. Auch Frontal21 hat einen Beitrag dazu. Schon im März forderte ein Gutachten der Deutschen Bank die Zerschlagung der Stromkonzerne.

Fundstück

Zwischen Zukunft und Vergangenheit bewegt sich der sogenannte Steampunk, der von Jules Vernes und anderen frühen Science-Fiction-Autoren inspiriert, die Technik von heute und Morgen mit der Ästhetik des viktorianischen Zeitalters verbindet. Die Anhänger dieser fiktiven Epoche bauen sich allerlei Gerätschaften, die den alten Look mit moderner Technik verbinden. Besonders schön: Dieses Notebook und dieser PC. Das Wall Street Journal hat auch ein Video dazu:

Via FUCKUP Wiki: Die Zukunft von gestern

4 thoughts on “Nachrichtenrundumschlag

  1. zu retrofuturismus (ok, ist nicht das gleiche wie steampunk, aber egal ^^) hab ich mal irgendwo eine coole gruppe bei flicker gefunden *guck*

    achja dashier: http://flickr.com/groups/intheyear2000/pool/ 😀

  2. louis vuitton

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